[Nähen] Crazy Cat Lady? Yes!

Hallööö!

Man man man. Das war hier heute ein Wechselbad der Gefühle! Erst ruft die Organisation an, bei der ich mich beworben habe um 3 Monate im Ausland zu verbringen (fürs Studium). Ob ich an diesem Wochenende Zeit hätte, beim Teamer Trainig teil zu nehmen? Äääähm…Ja!! Dokumente gelesen, Fahrt gebucht – tschakka! Ich solle ein möglichst kreatives, gut lesbares Namensschild basteln. Ha! denk ich mir, hast doch einen Plotter. Ich öffne das Programm und traue meinen Augen nicht: Meine kompletten, selbst erstellten Dateien sind WEG! Programm Neustart, Pc Neustart – nix. Mein Freund der viel mehr von Technik versteht als ich hat sicher eine Stunde rum gedoktort – nix. Ich hab mich also mit dem Gedanken angefreundet, dass locker 30-50h Arbeitszeit unwiederruflich gelöscht sind. Dank einer ganz wunderbaren Plottergruppe bei Facebook, sind die Dateien (getarnt als Buchstaben und Zahlen Wirrwarr) wieder aufgetaucht! Zwar musste ich alles einzeln einlesen und neu speichern, aber jetzt ist alles wieder da und auch gut gespeichert.

So! Ich kann mich also wieder auf das aufregende und wichtige Wochenende freuen und schon kommen wir zum eigentlichen Grund dieses Posts – meiner neuen Tasche! Ich bin ja echt kein Taschen Mädel, mir reicht eine. Wenn die oll ist, näh ich halt eine Neue. Und genau das habe ich diese Woche getan, so kann ich direkt mit dem neuen Stück die kleine Reise antreten und mich heute wieder bei Rums verlinken.

Tadaaaa! Ich steh auf große, praktische Taschen. Ich schleppe immer und überall eine 1,5 Liter Wasserflasche mit mir rum, weil man ja unterwegs verdursten könnte. Din A4 Blöcke sollen bitte auch reinpassen und eventuell auch Einkäufe, falls ich spontan am Supermarkt vorbei komme. Mit ‚klein und süß‘ ist mir also nicht geholfen. Eben so verstehe ich Taschen nicht, die man am Unterarm spazieren führt. Ich habe mich diesmal für einen Breiten Träger aus Gurtband entschieden, der mit Karabinern befestigt wird. Den kann ich dann entweder einfach über der Schuler tragen, oder auch quer über den Oberkörper, was ja manchmal doch ganz praktisch ist.

Hinten habe ich den Außenstoff doppelt genommen, wobei ich in die äußere Lage einen langen Reißverschluss eingenäht habe. Kleinkrams kann ich so gut verstauen und auch schnell wieder finden.

Kommen wir ins innere der Tasche. Und kann mir mal wer verraten, wie man das bitte schön fotografieren soll? Ich habe mich für graue Baumwolle entschieden, weil ich bei Schwarzer einfach nichts finde 😉 Um den großen Innenraum zu unterteilen, habe ich auf der einen Seite einen ‚Divider‘ eingenäht. Din A4 Blöcke passen da bequem rein, so verknickt nichts. Auch das Portemonait kann ich so schnell finden, falls ich die Tasche mal wieder zu voll gepackt habe. Um den Divider zu stabilisieren, hab ich die Baumwolle mit Vlieseline verstärkt und mit einem kleinen Zentangle von innen nach außen abgesteppt.

Unter dem Divider versteckt sich noch eine Reißverschlusstasche. Die kann man ja wirklich nie genug haben. Bestimmt sammeln sich da wieder zahlreiche Bonbons, Haarnadeln und Mädels Supply drin. Ihr kennt das sicherlich.

Den Taschenboden habe ich aus einem genialen Kunstleder gemacht, welches ich bei Stoff&Stil gekauft habe. Der Bronzeton gefällt mir ausnehmend gut, ich liebäugel ja immer noch mit einer Biker Jacke aus dem Stoff! Wenn schon, denn schon! Anstatt einem normalen Boden, habe ich mich für einen Origami Boden entschieden. Gebt das einfach mal bei Pinterest ein, da bekommt ihr zahlreiche gute Bilder ausgespuckt! In Wirklichkeit geht das sogar noch schneller, als die ’normale‘ Variante, kann ich nur empfehlen.

Passend zu dem Tollen Kunstleder, habe ich eine Plotterfolie rausgesucht. Und hier schließt sich der Kreis zum Plotter-Dateien-Drama wieder. Um die Datei wäre es nämlich ganz besonders schade gewesen. Ich habe sie nach einem Foto von Suki erstellt und dann mit einem Mandala versehen. Geplant ist demnächst noch eine Version mit Djangos breiterem Gesicht. Und wenn alles gut geht, gibts die Dateien dann bald in meinem Dawanda Shop 🙂  Jetzt ziert Sukis Gesicht aber auf jeden Fall meine neue Tasche, damit mich auch jeder als Crazy Cat Lady erkennen kann.

Puuuh, ganz schön viel Text um so eine Tasche! Allerdings habe ich das Gefühl, dass meine Taschen mit jedem Mal etwas praktischer und etwas besser werden. Nach der X-ten Tasche weiß ich mittlerweile, was sich bewährt hat, und was ich dann doch nicht brauche. Ein bezogenes, breites Gummi zum Beispiel, als Wasserflaschenhalter. Hab ich glaub ich nie genutzt *g*

Sodele, jetzt hüpf ich ins Bett! Und träum von wieder hergestellten Plotter Dateien *g*

Bis dann,

Svenja

 

 

2 thoughts on “[Nähen] Crazy Cat Lady? Yes!

  1. Ein Glück, dass die Dateien rettbar waren! Sowas ist doch wirklich der absolute Horror, egal um welche Art von Dateien es sich am Ende tatsächlich handelt.
    Ich mag deine Mandala-Suki – und ich musste gerade ein bisschen lachen: Anscheinend haben wir tatsächlich ziemlich ähnliche Anforderungen an Taschen. (Obwohl ich tatsächlich ein paar mehr besitze und mittlerweile üblicherweise Jutebeutel herumtrage – weil die so viel praktischer sind als Händtäschchen.)

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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