[Nähen] Mein Traummantel!

Hallöööchen!

Endlich ist es soweit und ich darf meinen neuen Mantel her zeigen! Nicht nur meinen neuen Mantel nein, meinen ersten Mantel und auch einen Traummantel! Also auf zu Rums, da war ich schon lange nicht mehr.
Selbst nach 11 Jahren hinter der Nähmaschine, gibt es immer noch erste Male… So habe ich zwar schon 2 Mal einen Mantel begonnen zu nähen, habe aber nie einen fertig gestellt. (*winke winke* ihr Ufos in den Kisten!)
Karstadt Sale sei Dank, kam ich dieses Jahr mal wieder auf die Idee, einen neuen Versuch zu starten. So nahm ich 2m wunderbaren Mantelstoff mit der zu einem Großteil aus Wolle besteht und sogar mit 5% Mohair aufwarten kann. Einen festen Schnitt hatte ich noch nicht im Kopf, aber da findet sich ja immer etwas. Wie das Schicksal es dann wollte, bekam ich 2 Tage später eine Nachricht von Carina Sewera, dass ich bei ihrem Probenähen dabei wäre. Jackpot! Der Stoff war zu dem Zeitpunkt sogar schon vorgewaschen und so konnte es direkt los gehen.

Mit der (zweifelhaften) Hilfe von 2 sehr neugierigen Katzen habe ich also mit dem Papierschnitt begonnen. Eine Arbeit die ich nach wie vor nicht so gerne mag, aber dann und wann in Kauf nehme. Beim Zuschnitt stellte ich fest: Mist! Zu wenig Stoff! Wenn man auf Strichrichtung und auf den Verlauf von Karos achten will, passen 2 Meter definitiv nicht, für die lange und ausgestellte Variante vom Schnitt.

Nach etwas Bangen dann bei Karstadt die Erleichterung: Der Stoff ist noch da! Spätestens jetzt wusste ich, der Mantel wird der Hammer! *g* Bei Stoff&Stil habe ich mich dann noch für ein Steppfutter entschieden, mit dem ich Ärmel und Torso gefüttert habe. Wenn schon, denn schon! Der weite Rockteil wäre vermutlich zu steif geworden mit dem dicken Futter, so ist er nur mit einer Baumwolle gefüttert.

Wenn schon denn schon, dachte ich mir dann auch bei der Verarbeitung vom Futter. So gibt es eine Streber Paspel zwischen den Vorderteilen und dem Futter und auch im Rückenteil. Die habe ich natürlich vergessen zu fotografieren, das müsst ihr mir dann wohl so glauben. Der Schnitt von Sewera kommt mit verschiedenen Möglichkeiten wie Kragen, Kapuze und auch einer optionalen Kapuze daher. Ich habe mich für den Kragen entschieden, den ich dann noch um 4cm verlängert habe. So kann ich ihn auch schön hochstellen, wenn ich noch einen Knopf annähe…

Statt seitlichen Nahttaschen habe ich mich für aufgesetzte Taschen entschieden. Für fancy Paspeltaschen war der Mantelstoff leider etwas zu dick, sonst wäre das meine Wahl gewesen. So habe ich bestmöglich darauf geachtet, auch bei den Taschen das Muster wieder auf zu greifen. So sind sie im Gesamtbild trotz ihrer Größe recht unauffällig.

Falls ihr nun vor habt, den Schnitt auch zu nähen, kann ich ihn euch nur empfehlen! Bis Sonntag bekommt ihr ihn *hier* noch zu einem Einführungspreis. Diese Werbung mache ich übrigens freiwillig, weil ich den Schnitt wirklich gut finde.

Nun noch ein Tipp für das Nähen von dem Saum, bei so einem weiten und geschwungenen. So ganz unproblematisch ist das nämlich nicht, was auch einige Mädels im Probenähen festgestellt haben. Auch wenn es länger dauert, empfehle ich den Saum mit der Hand zu nähen! Der Fall ist so um einiges weicher, als nach einer doch recht starren Naht mit der Maschine. Versäubern muss man hier auch nicht, die zusätzliche Naht mit der Overlock würde den Saum nur noch zusätzlich versteifen. Dadurch fällt er nicht mehr wirklich so weich, wie man es sich ja wünscht.
Da ich ja nun eh schon einige Stunden in den Mantel gesteckt hatte, wollte ich ihn nun auch wirklich perfekt haben! So habe ich mit der Hand zusätzlich auch noch das Futter anstaffiert. Von außen sieht man das nicht, aber im Fall macht es einen großen Unterschied. Im Foto seht ihr auf der linken Seite den Saum schon anstaffiert, rechts ist das Futter noch nicht zusätzlich gesichert worden. Ihr seht rechts recht deutlich die Beulen, die der Oberstoff bildet…

Zusätzlich habe ich noch die Seitennähte vom Schößchenteil miteinander verbunden. Auch wenn ich den Mantelstoff habe aushängen lassen, beult so ein schwerer Stoff ja doch gerne etwas. So bin ich auf Nummer sicher gegangen, das bisschen mehr Arbeit war es mir durchaus wert.

So, das waren ganz schön viele Bilder und auch recht viel Text, aber bei so einem Traumteil wollte ich mich nicht kurz fassen. Ich hoffe euch gefällt der Mantel genau so gut wie mir und ihr seid vielleicht motiviert, euch auch an ein vermeintlich schwieriges Projekt zu setzen. Vielleicht sichte ich ja auch nochmal meine 2 Ufos hier…

Bis dann,
Svenja

 

[Nähen] Jacke 2.0

Hallöööö!

Letzte Woche habe ich euch ja schon meine erste SHOrt Jacket gezeigt, heute ist dann die Zweite dran. Mein liebstes Foto mag ich euch zuerst zeigen, denn ich habe alle Kleidungsstücke darauf selbst gemacht.

Das Spitzenshirt hat sich mittlerweile schon zu einem meiner liebsten Shirts gemausert, die schwarze Hose ebenso. Aber eigentlich gehts hier ja um die Jacke! Ich habe einen undehnbaren Sweat benutzt, der innen aber ganz wunderbar weich ist. Für den Schnitt ist der Stoff mit seinem Stand also wie gemacht.

Kombiniert habe ich dazu silbernes Kunstleder und Zauberpailletten! Für ein bisschen Glitzer bin ich ja immer zu haben und der ‚Hype‘ ist mir anscheinend auch entgangen. Zumindest erzählten 2 Freundinnen bisher, dass die Zauberpailletten bei Mädels im Kiga wohl der letzte Schrei wären. Ist mir aber egal, ich find sie super! *g* Und mal ehrlich, wer blaue Haare hat, darf auch beim Rest gerne mal etwas tiefer in die Trickkiste greifen, oder?

Und bisher eigentlich auch alle anderen Personen, die den Rücken der Jacke gesehen haben. Jeder möchte da etwas reinmalen, gratis Rückenmassage oder so *g* Den Schnitt von Lieblingsshirt 2.0 kann ich euch nach wie vor nur empfehlen. Er ist sehr wandelbar und ich find ihn auch einfach nur cool!

Mittlerweile bin ich vom ganzen Schwarz auf maritime Farben umgestiegen. Meine Sommergarderobe für Malta wächst stetig, nur fehlt leider das passende Wetter, die Sachen ab zu lichten. Aber nun ab zu Rums! Mal schauen, was die anderen Ladys heute so zeigen.

Bis dann,

Svenja

 

 

[Nähen] SHOrt Jacket in Paris!

Hallöchen ihr Lieben!

Eiiigentlich war ich für Ende April ja schon auf wärmere Temperaturen eingestellt, aber das Wetter spielt irgendwie nicht mit. Wenn es nicht gerade so kalt ist, dass ich meine Winterjacke wieder anziehen muss, trage ich deswegen gerne meine neue Jacke, die in einem Probenähen entstanden ist. Heute bei Rums gehts also einmal nach Paris, in der neuen SHOrt Jacket!

Tadaaaa! Wie Sie seh’n, war es in Paris schön sonnig! Aber dennoch ziemlich frisch! So war ich um die Jacke froh, die in der Woche vor Ostern  fertig geworden war. Die SHOrt Jacket ist von Lieblingsshirt 2.0 und wird aus festen Stoffen oder Sweat genäht. Ich habe mich für einen (fast) schwarzen Baumwollköper und bronzenes Kunstleder entschieden.

Der besondere Clou an der Jacke ist der Kragen, der im geschlossenen Zustand cool hochsteht, halb geschlossen stylisch runterklappt und offen getragen weich herunterfällt. Innen wird alles sauber mit Belegen verarbeitet, was in der Anleitung auch schön beschrieben wird. Silke hat sich da wirklich Mühe gegeben und auch Anfänger haben es im Probenähen gut zu ihren fertigen Jacken geschafft.

An den Schultern gibt es Einsätze, bei denen man schön mit Kontraststoff arbeiten kann. Je nach Farbwahl kann man seine Schulterpartie hier hervorheben (helle Stoffe) oder etwas in den Hintergrund stellen (dunkle Stoffe). Da ich meine Shilouette gerne mag, habe ich meine Schultern also etwas betont, mit dem bronzenen Kunstleder. Mit der Spitze vorne an der Jacke, sieht das doch richtig Stromlinienförmig aus, oder?

Die Fotos vor dem blauen Bäumchen sind übrigens im Park schräg gegenüber vom Eiffelturm gemacht. An dem Tag war so richtig was los, dank Color-Run und großer Demo (Pachtay!) auf der Champs Elysees. Im Park war es dafür um so ruhiger, dafür aber ganz schön windig!

Ihr merkt vielleicht schon: Ich mag den Schnitt echt gerne! Ich bin ja immer für knackige Outfits zu haben und die Jacke passt einfach irgendwie zu mir. Kein Wunder also, dass ich mir noch eine zweite Jacke genäht habe. Die zeig ich euch dann wann anders her! Da nach dem Probenähen bekanntlich vor dem Probenähen ist, gehts hier auch im Mai mit neuen Schnitten weiter. Meine Garderobe für Malta hat noch ein paar Lücken und Stoff hab ich bis zum Abwinken hier. Nähen funktioniert zum Glück ganz großartig nach Uni Hausarbeits-Blöcken. Da stört das doofe Wetter auch gar nicht mehr so sehr.

Dennoch bin ich gespannt, was die anderen Rums-Damen heute so zeigen. Schon Sommer, oder doch noch Frühling/Winter? Wir werdens sehn!

Bis dann,

Svenja

 

[Nähen] Sweat Blazer ‚La Jazida‘

Hallöchen!

Gestern Abend nach dem Sport war ich eindeutig zu platt, um noch bis 12 Uhr auf zu bleiben um den Rums-Start mit zu nehmen. Aber besser spät als nie, deswegen mag ich euch jetzt meinen neuen Blazer zeigen.

Entstanden ist der Sweat Blazer in meinem Näh-Marathon rund um Weihnachten. Den Schnitt ‚La Jazida‘ von Schnittgeflüster habe ich bei der 2€-Makerist-Aktion vor einer Weile runter geladen. Für 2€ kann man nicht viel falsch machen dachte ich, und immer habe ich ja auch nicht Lust, die Schnitte selbst zu machen.

Als Material habe ich die ‚Reste‘ von einem mäßig dehnbaren Sweat genommen, der Platz in meinem Stoffregal verbraucht hat. Da ich zwar viele kuschelige Jacken und ‚Überwürfe‘ habe, aber kaum schickes für oben drüber, bot sich das Ganze dann auch an.

Der Schnitt

Erstmal war ich etwas genervt, denn die Nahtzugabe ist im Schnitt enthalten! Klar, das ist Geschmackssache, aber ich bin es einfach nicht gewöhnt. Zusätzlich finde ich, erschwert es einem das Anpassen des Schnittes. Da der Schnitt eher eine legere Passform haben sollte, habe ich einfach meine Standard Größe genommen und dachte mir ‚passt schon!‘. Falsch gedacht! Dazu später mehr.

 

Die Anleitung

Nach dem die drölfzigtausend Seiten dann zusammengeklebt und Ausgeschnitten waren, ging es ans Nähen. Ehrlich gesagt habe ich mich wie immer kaum an die Anleitung gehalten. Nach meinen Jahren mit Näherfahrung klappt es bei so simplen Schnitten meistens auch ohne, wie auch hier. Von daher kann ich kaum beurteilen, wie Anfänger- oder Fortgeschrittenen tauglich die Anleitung ist. Eine Hürde für Nähanfänger kann hier aber ganz klar sein, dass der Beleg nicht im Schnitt enthalten ist! Den muss man sich selber zeichnen, was durch die enthaltene Nahtzugaben gar nicht so einfach ist.

Die Passform

Kommen wir zum Wichtigsten! Wie oben schon erwähnt, passt der Schnitt mir leider gar nicht so richtig gut. Sitzt der Schnitt auf den Nähbeispielen locker und lässig, ist er bei mir durchaus ’spack‘. Dabei passe ich mit den Maßen ziemlich genau in die Größentabelle. Besonders fällt das bei der Schulterbreite auf. Der Blazer ist dort wirklich sehr eng und schränkt mich in der Bewegung ein. Keine Spur von der versprochenen Sportlichkeit also. Ein weiteres großes Manko waren die Ärmel! Die sind bei mir sage und schreibe 7 cm zu kurz gewesen. Mit meinen 1,74m bin ich kein kleines Elfchen aber auch kein Riese. So ein Ärmel-Maleur ist mir noch nie passiert. Hier habe ich also notgedrungen Manschetten angebracht. Vergleicht man dann die Länge bei mir, mit der Länge von den Modellen, sieht man auch einen kleinen Unterschied. Geht die Jacke bei mir gerade bis  zur stärksten Stelle vom Po, geht er bei den meisten Modellen (Und dem Titelmodell) bis über den Po, teilweise ist sogar noch ein gutes Stück Oberschenkel bedeckt. Der Blazer ist nicht zum Schließen gedacht, was bei mir auch einfach nicht möglich gewesen wäre. Ist er auf den Modellen bei einigen Beispielen vorne in der Mitte fast ‚zu‘, klafft bei mir eine große Lücke auf.

Ich habe wirklich schon an mir gezweifelt und habe mehrfach geguckt, ob die Nathzugaben wirklich im Schnitt enthalten sind, denn bei mir ist das fertige Werk ja an allen Stellen etwas zu klein. Die Zugaben sind im Schnitt aber definitiv enthalten! Also stimmt da etwas mit der Maßtabelle nicht ganz, was ich schade finde. Rein vom Schnitt her, finde ich den Blazer nämlich ganz hübsch! Der Kragen gefällt mir gut und auch die Linienführung im Rücken ist mal etwas anderes. Sollte ich den Schnitt nochmal nähen, werde ich eine, wenn nicht zwei Größen größer wählen und von vorneherein die Ärmel ein gutes Stück verlängern. Die Nahtzugaben werde ich dann raus nehmen, was eine nervige Arbeit ist, aber so lässt es sich (für mich) einfach besser mit dem Schnitt arbeiten.

Letztendlich habe ich mich entschlossen meinem fertigen Blazer eine Chance zu geben. Mein Freund hat mich bestärkt und meinte ’sieht gut aus!‘. So habe ich ihn zu meiner verspäteten Weihnachtsfeier getragen und im Sitzen war der Tragecomfort dann auch echt okay. Das spannende Gefühl unter den Armen und vorne an den Armausschnitten von der zu geringen Schulterbreite, verging nach einiger Zeit. Oder ich habe mich dran gewöhnt 😉 Der Blazer darf also erstmal bleiben, mal gucken wann es wieder warm genug ist, ihn an zu ziehen. Aktuell sitze ich in meine Decken-Jacke nach eigenem Schnitt gehüllt vor dem Pc, von der gibt es dann demnächst Fotos.

Mir selbst beweist das erneute Experiment ‚Kaufschnitt‘ aber wieder einmal, dass ich besser dran bin, wenn ich meine Schnitte selber zeichne. Mittlerweile habe ich einen so umfassenden Fundus an selbst gezeichneten Schnitten, dass ich fast jedes Kleidungsstück selbst daraus konstruieren kann. Wenn dann mal was nicht passt, muss ich mich immerhin nur über mich selber ärgern 😉

Liebe Grüße und bis bald,

Svenja

[Nähen] O wie Ombre!

Hallööööchen 😀
In letzter Zeit habe ich es tatsächlich geschafft etwas anderes als neue Hosen zu nähen *kicher* Passend zum Wetter ist es eine Übergangsjacke geworden. Meine schwarze Lederjacke lieb ich ja heiß und innig, aber zum Radfahren morgens früh zur Uni ist es am Rücken unten doch empfindlich kühl 😉 Einen Nierengurt mag ich für die kurze Strecke von 15 Minuten dann auch nicht anziehen, zumal ich den dann ja Nachmittags auch wieder zurück ’schleppen‘ müsste… Aber Frau kann ja nähen! Und bei einem meiner Stoff&Stil Besuche kam mir ein Baumwollstoff unter die Finger mit einem ganz zauberhaften Gradient, oder eben auch Ombre 🙂
Der geneigte Leser weiß ja ob meiner blau-Schwäche und wenn dann noch ein Farbverlauf dabei ist, bin ich leider machtlos – der Stoff musste mit!
Von der Dicke her hätte es auch ein hübsches Kleid werden können, aber im Alltag trag ich die dann leider doch nicht oft genug, also wurde er zur Übergangsjacke…

Nun der Schnitt! Gar nicht mal so einfach… Ab und an mag ich ja wirklich futzelige Teile mit vielen Nähten und allem drum und dran. Allerdings hätte das hier dann die Aufmerksamkeit vom Stoff gezogen. Also hab ich mir flux einen Schnitt gezeichnet der mit so wenig wie möglich Nähten auskommt, eine Bomberjacke kommt dem wohl am nächsten 🙂 Nur die Schulterpartie habe ich etwas hervorgehoben, hier kommt mein silbernes Kunstleder aus Paris zum Einsatz! Hier könnt ihr euch den Beginn der Jacke anschauen, da wird die Verarbeitung denke ich auch schon ganz gut sichtbar 🙂
Los geht mit den Bildern von der fertigen Jacke!


Stilecht nur mit verspiegelter Brille! Das doofe Ding sieht zwar cool aus, ist zum Rad Fahren aber gänzlich ungeeignet! Irgendwie bricht sich der Luftstrom so blöd darin, dass ich nach kürzester Zeit anfange zu heulen :’D Aber für die Fotos ging es allemal 🙂 Man sieht ich hab Seitentaschen eingenäht in denen ordentlich Platz für Schlüsse, Handy, Labello und alles andere ist, was man sonst noch so braucht 🙂


Auf der Suche nach Bündchenstoff bin ich leider nicht fündig geworden. Allerdings hab ich im vorbei Schlendern einen pseudo Jeansstoff gesehen, der super elastisch ist – Jackpot! Ich käme wirklich never ever auf die Idee, mir daraus eine Hose zu nähen, aber als Bündchen funktioniert der Stoff ganz hervorragend! An den Ärmeln hab ich die doppelte Länge genommen, falls ich morgens dann doch mal kalte Hände kriegen sollte, kann ich das einfach runter klappen.

Jep, so sehen die Haare übrigens aus wenn man sie nicht kämmt und den Tag dann im Dutt versteckt *kicher*Die Jacke an sich ist eh etwas länger geraten als sonst üblich. Wäre ja sonst aber auch Witzlos, wenn ich wieder einen kalten Rücken kriegen würde 😀 So ist sie auf jeden Fall lang genug, um mich auch beim Radfahren warm zu halten 🙂 Hab ich schon ein paar Mal geprüft jetzt *g* Die Shilouette ist zwar echt ungewohnt, da ich sonst ja gerne taillierte Sachen trage, aber sie ist einfach bequem und durch die Schulterdetails auch chic 🙂 Gefüttert ist sie übrigens mit unspektakulärem grauen Jersey, was den gemütlich-Faktor nur nochmal erhöht 🙂

Mit meiner neuen Jacke verlinke ich mich jetzt bei Rums, aber auch bei Golden Cage für die 12 letters of handmade Fashion im Monat Mai, mit O wie Ombre eben 🙂

Machts gut!
Svenja

[WIP] Jacke

Hallo ihr Lieben 🙂
Also mal ehrlich, was ist denn bloß los mit dem Wetter? Letzte Woche konnte ich noch im T-Shirt zur Uni fahren und jetzt schneit und hagelt es?! Das einzig Positive daran ist wohl wirklich, dass ich eine super Ausrede hatte heute ganz viel zu nähen 😀 Denn bei dem Wetter setzt man ja wirklich nur im äußersten Notfall einen Fuß vor die Tür…
Gearbeitet habe ich an einer Jacke, deren Stoff und eine kleine Skizze ich vor einer Woche schon bei Instagram gezeigt hatte. Allerdings kam ja die Hose dazwischen *g*


Aber heute ging es dann frisch ans Werk. Erstmal habe ich das Futter genäht, ein grauer Jersey, der mir in der alten Wohnung schon so manches Mal als Hintergrund für Fotos gedient hat 😀 Für eine leichte Übergangs- oder auch Frühlingsjacke erscheint er mir genau richtig. Unten seht ihr schon den ‚Bündchenstoff‘, den ich extra besorgt habe. Leider gab es keinen echten Bündchenstoff, deswegen habe ich diesen Kompromiss mit einem ganz elastischen Look-a-like- Jeansstoff gemacht. Passt farblich super, und ist mega elastisch!


Den Bündchenstoff hab ich dann nach einigem Grübeln unten an beide Jacken genäht. Gegrübelt weil ich echt einen Knoten im Kopf hatte, wie ich denn die beiden Jacken am besten verstürtze, das Bündchen unten annähe UND den Reißverschluss reinkriege… Ich hoffe es funktioniert so, wie ich es mir jetzt gedacht habe :’D Das ist der Nachteil wenn man ohne Schnitt und Anleitung näht 😉


Das ist also der Stand bisher… Heute gehts nicht mehr weiter, Unisachen rufen leider ganz laut nach mir, und das Abendessen kocht sich auch nicht von alleine *g*
Mit dem Beitrag mache ich heute beim Creadienstag mit. Ich habe mir nämlich vorgenommen, wieder mehr vom Nähen zu zeigen. In den letzten Monaten war es hier leider nicht so bunt wie ich es mir gewünscht hätte, und so langsam kehrt alles wieder in seine gewohnten Bahnen zurück 🙂

Bis dann,
Svenja

[Nähen] Frostbeulen Kuscheljacke

Guten Morgääääähn!
Nun kann es keiner mehr leugnen: Es ist Winter! Am Wochenende gab es schon Schnee in der Eifel, gestern sogar hier in Köln! Das hat besonders die Erasmus Studenten aus Barcelona gefreut *g* 
Mich als bekennende Frostbeule nun eher weniger. Die Zeit wo ich mich als Michelin Männchen einpacke hat also begonnen.
Deswegen kann ich euch heute zum Me Made Mittwoch meine dickste Kuscheljacke zeigen, die ich vor ~4 Jahren genäht habe. In schwarz und Krümelmonsterfarbe aus Microfaserflauschestoff 😀


Die Form fällt sicherlich auf, selbst in der Uni werde ich darauf angesprochen. Okay, auf die Haare auch deswegen macht mir das eher wenig auf. Wer eher schüchtern ist und keinen Kontakt zu fremden Menschen sucht, sollte halt auch nicht so auffällig aussehen ^^
Den Schnitt habe ich selber gemacht, da mir kein Kaufschnitt gefallen hat. So ist meine Jacke extrem Figurbetont obwohl sie muckelig warm ist! Besonders die überlangen Ärmel die vorne auch noch mit Jersey gefüttert sind, mag ich ganz besonders gerne. Sie gehen im ausgeklappten Zustand bis zu den Fingerknöcheln was ideal zum Radfahren ist! Den Kragen kann man oben mit Kam Snaps schließen, wenn man da noch einen Schal drum wickelt ist man good to go 😀
Drunter gab es ein Long Sleeve was laut den Klick-Zahlen sehr beliebt ist – das Resteverwertungs Longsleeve von *hier*. Die Hose ist ebenfalls selbst genäht, es ist diese *hier*. Heute also mal in komplett selbst gemacht.


Jetzt muss ich zur Uni und hoffe das ich unterwegs nicht erfriere *g*
Bis dann,
Svenja

[Nähen] WIP – Roter Mantel Finale

Hallöööchen 🙂
Wie geplant habe ich heute endlich den roten Mantel fertig bekommen. Ich hätte ja gedacht das es heute schneller ginge, aber wie s oft mach Kleinvieh auch Mist.
Zum Glück hatte ich heute mal komplett frei. Morgens habe ich erstmal damit angefangen meine Näh-Gerümpel-Ecke aufzuräumen *g* Aber dann ging es wirklich los mit dem Mantel!

So sah das Oberteil beziehungsweise der Oberstoff kurz vor der Heirat aus. Die Stelle wo die Taschen aufgenäht sind, hab ich mit einer leichten Vlieseline hinterbügelt. Da kann ja schonmal Zug drauf sein, so ist es stabiler.


Die Hochzeit ist vollzogen! 😀 Also Futter und Oberstoff sind zusammengenäht. Hier erkennt man auch wie ich die Weite in die große Kapuze bekommen habe 🙂


Ärmel gesäumt und das Wendeloch per Hand geschlossen. Da die Nähte auch abgesteppt sind und ich den Look mag (und was das angeht freie Hand hatte) habe ich den kompletten Mantel nochmal abgesteppt. Leider hat sich das Futter am Vokuhila etwas gewellt bei der Naht, das muss ich sprichwörtlich noch ausbügeln.


Auf zum Gürtel! Die Kundin hat sich eine große, gerne auffällige Schnalle gewünscht. Passt oder? 🙂 Das Band habe ich wieder mit Vlieseline bebügelt.


Die letzten Schritte… Die Knopflöcher haben mir heute fast den letzten Nerv geraubt! Meine Maschine war heute das erste mal zickig. Auf dem Probestück waren die Knopflöcher wie gewohnt sauber und gerade. Auf dem Mantel selber leider nicht. Irgend etwas stimmte vermutlich mit dem Sensor nicht, denn die Maschine hat einfach immer weiter gerade aus genäht. 7 cm lange Knopflöcher brauche ich niiiiicht! Naja, nach viel Gezeter und Gemecker ging es dann irgendwann. Knöpfe annähen hat dann auch nochmal was gedauert.


Aber zum Schluss hat es sich dann doch gelohnt! Bis auf Ösen die mir noch farblich fehlen, ist der Mantel passend zum kühleren Wetter fertig geworden. Ich muss lediglich noch etwas bügeln, aber an sich ist er fertig 😀


Da mir die Maße für den nächsten Auftrag noch fehlen, schneid ich mir jetzt schnell noch selber eine Hose zu. Beim Ausmisten mussten einige dran glauben, also ‚darf‘ ich mir jetzt Neue machen. (Okay, 27 Hosen waren auch echt etwas viel *g*)

Mit dem Mantel Projekt verlinke ich mich heute auch wieder beim Creadienstag. Mal schauen was die anderen Teilnehmer heute so gewerkelt haben 🙂 Vielleicht schlüpfe ich morgen selber schnell für ein Foto in den Mantel, so auf dem Boden kommt er gar nicht so sehr zur Geltung ^^

Bis dann,
Svenja


[Nähen] Strickjacke

Hallö und herzlich willkommen zur heutigen Rumsrunde bei mir!
Ich habe auch endlich wieder was frisch genähtes zum zeigen 😀 Tatsächlich habe ich diese Jacke an einem Tag genäht und den Stoff habe ich auch ‚erst‘ im Januar gekauft. Wenn ich überlege wie viele Jahre so mancher Stoff hier sonst liegt, ist das echt fix 😉

Als ich den Stoff gesehen habe wusste ich direkt, was daraus werden soll. Eine Strickjacke. Zwar dachte ich der Stoff wäre dicker (dann hätte ich ihn vielleicht früher vernäht), aber so ist die Dicke für den Übergang in wärmere Temperaturen genau richtig.


Der Stoff ist in der Tat sogar leicht durchsichtig was man an den Ärmeln erahnen kann. Heute hatte ich die Strickjacke bei dem Besuch einer Freundin dabei. Wir saßen draußen in der Sonne und später als es etwas kühler wurde, war die Jacke genau richtig. Ihr kleiner Sohn fand sie übrigens recht interessant, und hat mit der Wange getestet wie kuschelig sie ist. Sie hat den Test bestanden *g*


Den Schnitt habe ich selbst gebastelt. Ich mag ja sehr gerne wenn solche Jacken vorne länger sind als hinten. So sind sie nicht komplett Sackförmig, und die lange Optik vorne bleibt erhalten. Auf einen Verschluss habe ich bewusst verzichtet. Wenn es wirklich mal kalt sein sollte, würde ich schlicht eine andere Jacke anziehen. Für ‚kurz mal zuhalten‘ ist der Stoff recht dankbar und ‚klebt‘ ein wenig aufeinander. Das heißt man kann sie auch unter der Jacke gut um sich wickeln und sie bleibt an Ort und Stelle. Unter der Lederjacke sieht sie zugegebenermaßen etwas seltsam aus *g*
Von den 2 Metern Stoff die ich bestellt hatte, ist auch nicht mehr wirklich viel übrig 😉

Bei der Verarbeitung habe ich auf eine Jersey Nadel gesetzt und schnelles versäubern! Der Stoff löst sich sonst sehr schnell in Fusseln und Wohlgefallen auf 😉
Da die Nähte in meinem Fall nicht elastisch sein müssen, habe ich auf den Elastikstich verzichtet. Ansonsten ließ sich der Stoff ganz gut verarbeiten. Nur auf das Anzeichnen mit Schneiderkreide muss man hier verzichten 😉

Mein nächstes Projekt wird eine Shorts aus glitzerndem silbernen Leder. Hört sich abgefahren an, ist es auch 😀 Ich bin gespannt wie kooperativ das Leder ist. Sehr dick ist es auf jeden Fall nicht, ich hoffe nur die Steppnähte lassen sich auch ohne Teflonfüßchen gut bewerkstelligen 🙂

Bis dann,
Svenja

Stoff: Waschbeckenpiraten
Schnitt: Selbstgemacht

[Nähen] Back to the roots!

Hallööö 🙂
Nach langer Zeit mache ich auch endlich mal wieder bei Rums mit! Da geht es um genähte Sachen rund um die Frau. An jedem Donnerstag werden hier unglaublich viele, tolle genähte Dinge gezeigt. Vorbeischauen lohnt sich IMMER! 😀

Aber nun zu meinem heutigen Beitrag. In letzter Zeit ist nähen bei mir leider etwas kurz gekommen, und das wird sich auch bis nach den Klausuren Anfang Februar nicht ändern. Aber in letzter Zeit habe ich nochmal drüber nachgedacht, wieso ich eigentlich nähe. Seit knapp 9 Jahren nähe ich nun schon, das ist in meinem Alter (höhö) ja schon ein ganzes Stück.
Und naja, die Antwort ist eigentlich ganz einfach! Ich trage gerne Klamotten die mir gefallen. Ich möchte genau so aussehen, wie ich das will. Das spiegelt sich in lustigen Haarfarben (weiter unten gibts ein Bild *g*), buntem Nagellack, rotem Lippenstift, schwarzem Eyeliner und eben auch ganz ganz viel in meiner Kleidung wieder. Früher noch viel mehr als heute. Ich war etwas ‚anders‘ gekleidet als heute, und mag eines meiner ersten wirklichen Statement-Stücke die ich genäht habe, mit euch teilen.
Diese Jacke habe ich mit Mitte 18 genäht, und sie war wirklich Jahrelang ein treuer Begleiter, ja fast schon ein Markenzeichen für mich 🙂
Darf ich vorstellen? Meine Katzenjacke!


Die hat mittlerweile schon 6 Jahre auf dem Buckel, was man dem Stoff auch schon deutlich ansieht. Im Trockner ist sie in Breite und Länge ein wenig geschrumpft, und die Farben sind längst nicht mehr so knallig wie früher. Das Shooting war kurz nach Entstehung der Jacke, da sah das Rot noch sooooo schön aus 🙂


Doch nicht nur die Jacke hat sich verändert, ich und meine Vorlieben natürlich auch. Heute stehe ich nicht mehr wirklich auf Leoprint, und auch Öhrchen müssen nicht mehr ständige Begleiter auf einer Kapuze sein 😉
Rein Nähtechnisch hat sich auch einiges getan. Die Jacke ist ehrlich gesagt ziemlich gestückelt 😀 Die Taschen sind nicht auf gleicher Höhe, deswegen kam die Katze auf einer Seite ursprünglich drüber 😉 Die Länge war vorher auch nicht klar, deswegen ist unten nochmal dieser Leostreifen dran. Der Reißverschluss war halt ‚grade da‘ und ist dunkelblau und viel zu kurz… 😀
Aber es hat mir Spaß gemacht, und ich war SO stolz auf sie! Und das ist doch irgendwie die Hauptsache oder? Die Jacke hat ihre besten Tage eindeutig hinter sich, aber ich bringe es nicht übers Herz sie zu entsorgen. Deswegen trage ich sie ab und an einfach bei mir zu Hause 🙂 (Auf dem linken Bild ganz oben, sieht man auch Farbflecken von diversen Streichaktionen *g*)

Genauso geht es mir mit meinem ersten Kleidungsstück, dass ich jemals genäht habe! Ein Jeansrock aus alten Kinderhosen von mir. Komplett in Eigenregie und einfach drauf los. Der liegt immer noch in meinem Schrank und passt auch – Tschakka! Den zeige ich euch aber dann ein ander Mal 🙂

Oh, ich hab ja noch ein Foto von lustigen Haaren versprochen 😀 Das war meine Zuckerwatte-rosa-Zeit. Ich vermisse die Farbe immer noch 🙂


Bis dann,

Svenja